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Wichtiger
Hinweis:In der Antragsrunde 1.November 2002 ändert
sich das Antragsverfahren für Erasmus-Hochschulverträge
ganz wesentlich.
Nähere Informationen hierzu wie auch die neuen Antragsformulare
sind auf der Europa-Website,der Website des Büros
zur Technischen Unterstützung von Sokrates,Leonardo
und Jugend verfügbar sowie bei den nationalen Agenturen
erhältlich (siehe Abschnitte V und VI).
ERASMUS
- Hochschulbildung
Was sind die Ziele?
Mit
Erasmus wird das Ziel verfolgt,die Qualität der
Hochschulbildung zu verbessern und ihre europäische
Dimension auszubauen,die transnationale Zusammenarbeit
zwischen Hochschuleinrichtungen zu fördern, einen
Anstoß zu einer verstärkten Mobilität der Studierenden
und des Hochschulpersonals zu geben und die Transparenz
und die akademische Anerkennung von Studiengängen
und Befähigungsnachweisen in der gesamten Gemeinschaft
zu verbessern.
Welche Aktivitäten werden gefördert?
Bei
allen Erasmus-Aktivitäten wird besonderes Augenmerk
auf Projekte gelegt,die
—eine Europäische Dimension in Themen sicherstellen,die
in den Bereichen Hochschulbildung und Forschung auf
der politischen Tagesordnung stehen,sowie auf Projekte,die
einen Beitrag leisten zum lebenslangen Lernen und
zur Beschäftigung,zur nachhaltigen Entwicklung (insbesondere
im Hinblick auf Umweltaspekte),zur Erweiterung,zur
Bekämpfungvon Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und
zur
Stärkung der Demokratie in Europa;
—einen Beitragzur Verwirklichung des Europäischen
Hochschulraums leisten („Bologna-Prozess “),der auf
eine größere Vereinbarkeit und Vergleichbarkeit der
Hochschulsysteme abzielt sowie die Attraktivität und
die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschuleinrichtungen
erhöht;
—die sich mit der zunehmend bedeutenden Rolle der
Hochschulen in der Gesellschaft des Wissens befassen;besonderes
Augenmerk wird dabei auf folgende Aspekte gelegt:
die Vermittlungauf europäischer Ebene zwischen einerseits
neuen Qualifikationserfordernissen des Arbeitsmarktes
und andererseits den Entwicklungen in den Hochschullehrprogrammen
auf breiter Ebene; das Schließen der „digitalen Kluft
“und das Potential der Hochschule als Plattform für
den Transfer von Wissen,Fähigkeiten und Werten zwischen
den Generationen und Kulturen;
—deren Ziel es ist,die Informations-und Kommunikationstechnologien
zu nutzen,entsprechend der Initiative e Learning.
Dies gilt besonders für innovative Kombinationen physischer
und virtueller Mobilität,die Auswirkungen der Nutzung
der neuen Technologien zu pädagogischen Zwecken auf
die Strukturen der Hochschuleinrichtungen und deren
Methoden sowie die Schaffung neuer Lernumfelder mit
einer Europäischen Dimension;
ERASMUS 1:PROJEKTE ZUR ENTWICKLUNG VON LEHRPLÄNEN
(CD)
Besonders berücksichtigt werden
—Projekte,die —darauf abzielen,ethische Inhalte in
einen der folgenden Studienbereiche einzubeziehen:Betriebswirtschaft,Ingenieurwissenschaften,Medizin,Naturwissenschaften,
Kommunikations-und Informationswissenschaften;
—sich mit dem zukünftigen Qualifikationsbedarf in
den Bereichen Kommunikations-und
Informationswissenschaften befassen und dabei die
Auswirkungen der Entwicklungen der IKT berücksichtigen;
—den interkulturellen Dialog und das Verständnis zwischen
Europa und den angrenzenden Regionen fördern;
—darauf abzielen,eine europäische Dimension in Studienprogrammen
für Genomik und Biotechnologien für den Gesundheitsbereich
zu entwickeln.
—Projekte,die auf die Entwicklungvon vollständigen
Studienprogrammen für die erste und zweite Stufe gemäß
dem Bologna-Prozess abzielen,die
—die Mobilität von Studierenden und Lehrenden zwischen
den Partnereinrichtungen als festen Bestandteil des
Studienprogramms vorsehen und
—den Studierenden einen Grad verleihen,der in allen
an dem Projekt beteiligten Staaten anerkannt wird.
—Projekte,die Verbindungen und Synergien mit
anderen Erasmus-Aktivitäten,insbesondere mit den thematischen
Netzen (siehe Erasmus 3 unten) oder mit Projekten,die
durch die Rahmenprogramme für Forschung und Technologieentwicklung
gefördert werden,herstellen.
ERASMUS 1:INTENSIVPROGRAMME (IP)
Besonders berücksichtigt werden folgende Projekte:
—Projekte,die sich mit dem zukünftigen Qualifikationsbedarf
in den Kommunikations-und
Informationswissenschaften befassen und dabei die
Auswirkungen der Entwicklungen der IKT berücksichtigen;
—darauf abzielen,einen fächerübergreifenden Ansatz
in Bezug auf unternehmerische Initiative zu entwickeln;
—darauf abzielen,ethische Inhalte in einen der folgenden
Studienbereiche einzubeziehen:Betriebswirtschaft,Ingenieurwissenschaften,Medizin,Naturwissenschaften,
Kommunikations-und Informationswissenschaften;
—den interkulturellen Dialog und das Verständnis zwischen
Europa und den angrenzenden Regionen fördern;
—sich mit Aspekten der Genomik und Biotechnologie
im Gesundheitsbereich beschäftigen.
—Projekte,die sich mit neuen Bedürfnissen und Herausforderungen
befassen,die auf europäischer Ebene entstehen,und
einen betont fächerübergreifenden Ansatz anwenden.
—Projekte,die —Versuche für zukünftige CD-Projekte
darstellen und in enger Zusammenarbeit mit Experten
und sozioökonomischen Partnern durchgeführt werden;
—die Verbindungen und Synergien mit anderen Erasmus-
Aktivitäten,insbesondere mit den
thematischen Netzen oder mit Projekten,die durch die
Rahmenprogramme für Forschung
und Technologieentwicklung gefördert werden,herstellen.
ERASMUS 3: THEMATISCHE NETZE
Besonders berücksichtigt werden folgende Anträge:
—Anträge,die sich auf Studienbereiche beziehen,die
bisher noch nicht von Projekten im Rahmen dieser
Aktion abgedeckt wurden (vgl.Europa Website);
—Anträge,die sich aus einer fächerübergreifenden Perspektive
auf zwei oder mehr Studienbereiche beziehen;
—Anträge,die darauf abzielen „transversale “Themen
zu analysieren,die im Zusammenhang stehen mit
dem Wandel der Rolle der Hochschulen in der Wissensgesellschaft,wie
z.B.:„Hochschulen und lokale/regionale
Partnerschaften “, „Zusammenarbeit zwischen Hochschulen
und Unternehmen “,„Partnerschaften von Bildung und
Forschung “,„Hochschulen und Kommunikation und Wissenstransfer
“usw.;
—Anträge zur Verbreitung von Ergebnissen von thematischen
Netzwerkprojekten;
—Anträge,die darauf abzielen,die Transparenz,Innovation
und Qualitätssicherung in der Hochschulbildung zu
erleichtern,indem sie die wichtigsten Qualifikationen
für europäische Graduierte in einem bzw.mehreren Fachbereichen
festlegen;
—Anträge,die Verbindungen und Synergien zu anderen
Sokrates-Aktivitäten herstellen,insbesondere in den
Bereichen Curriculumsentwicklung und Intensivprogramme,Comenius-und
Grundtvig-Netze und/oder Projekte,die durch das Leonardo
da Vinci-Programm sowie die Rahmenprogramme für Forschung
und Technologieentwicklung gefördert werden.
FINANZIELLE
UNTERSTÜTZUNG
Der Beschluss über die Durchführung des Sokrates-Programms
legt in Anhang IV.B.2
Folgendes fest:„Der Beitrag der Gemeinschaft darf
in der Regel 75 %der Gesamtkosten
des jeweiligen spezifischen Projekts — mit Ausnahme
der flankierenden Maßnahmen —nicht überschreiten “.
Es wird daher von den teilnehmenden Einrichtungen/Organisationen
erwartet,dass sie andere Ressourcen für das Projekt
verpflichten und die entsprechenden anderweitigen
Finanzquellen angeben. Die Kommission kann einen Zuschuss
bewilligen,der niedriger ausfällt als der vom Antragsteller
beantragte Betrag.In keinem Falle wird ein höherer
Zuschuss gewährt als der beantragte Betrag. Die genauen
Bestimmungen über die zuschussfähigen Kosten sind
den Antragsformularen zu entnehmen,die bei den unten
aufgeführten Adressen erhältlich sind.
Der Leitfaden für Antragsteller enthält Informationen
über die im Rahmen des Programms
erhältliche finanzielle Unterstützungfür die Bereiche,in
denen die Höhe der Zuschüsse
voraussichtlich über einen längeren Zeitraum unverändert
bleiben wird.
Im Allgemeinen jedoch wird die Höhe der gewährten
Zuschüsse je nach Art des Projekts,
der Anzahl der beteiligten Länder usw.im Einzelnen
sehr unterschiedlich ausfallen.
Die folgenden Hinweise dürften einen nützlichen Anhaltspunkt
für die Entwicklung von
Projektvorschlägen bieten:
Erasmus
Intensivprogramme (IP):
Die Zuschüsse werden auf der Grundlage der Anzahl
der teilnehmenden Einrichtungen und
Personen berechnet.
Im Jahr 2001/2002 belief sich der durchschnittliche
Zuschuss für ein IP auf rund 17 000 EUR,
bei einer Beteiligung von durchschnittlich neun Einrichtungen.
Lehrplanentwicklung(CD):
Die Höhe des Zuschusses hängt stark von der Anzahl
der Partner ab. Aufgrund der Unterschiede beim Umfang
der Aktivitäten wird der Zuschuss für ein Projekt
vom Typ „Studienprogramm “ im Allgemeinen höher sein
als für ein Projekt vom Typ „Modul".
Im Jahr 2001/2002 belief sich der durchschnittliche
Zuschuss für ein CD-Projekt auf rund
23 000 EUR,bei einer Beteiligung von durchschnittlich
sieben Partnern pro Projekt.
Die Höhe der Zuschüsse für Projekte zur Umsetzung/Verbreitung
richtet sich nach den
geplanten Aktivitäten.Es ist zu erwarten, dass die
Zuschüsse im Zuge der Reform der
Hochschulverträge höher ausfallen werden.
Thematische Netze: Die Höhe der finanziellen
Unterstützung wird von der Größe und dem Umfang des
Projekts abhängen.Im Jahr 2001/2002 beliefen sich
die Zuschüsse auf
durchschnittlich 150 000 EUR pro Netz und Jahr.
| ERASMUS |
Frist(en) |
Dauer
der Aktivität |
| Zusammenarbeit
zwischen Hochschulen |
1.
November 2002 (1) |
Beginn:
1. Juli 2002 |
| Mobilität
von Studenten und Lehrkräften |
Auskünfte
bei der Heimatuniversität |
Auskünfte
bei der Heimatuniversität |
| Thematische
Netzwerke |
1.
November 2002 |
Beginn:
1. Oktober 2002 |
ANTRAGS-UND AUSWAHLVERFAHREN
Die Antrags-und Auswahlverfahren im Rahmen von Sokrates
sind unterschiedlich,je nachdem,ob die betreffende Aktion
auf zentraler Ebene durch die Kommission oder auf dezentralisierter
Ebene durch die von den teilnehmenden Ländern benannten
nationalen Agenturen verwaltet wird.
Ausführliche Informationen hierzu enthält der Leitfaden
für Antragsteller.
Die zu verwendenden Antragsformulare,der Leitfaden für
Antragsteller sowie weitere Einzelheiten über das Programm
sind erhältlich —bei den für das Programm zuständigen
nationalen Agenturen,deren Liste auf der Website für
Sokrates (siehe unten) zu finden ist;
—auf der Website für Sokrates:
http://europa.eu.int/comm/education/socrates.html
—bei dem Büro zur Technischen Unterstützung Sokrates,Leonardo
und Jugend (BTU),Rue de Trèves/ Trierstraat 59-61,B-1040
Brüssel,Tel.:(32-2)233 01 11,Fax:(32-2)233 01 50,
E-Mail: info@socrates-youth.be
, das die Kommission (Generaldirektion für Bildung und
Kultur) in technischer Hinsicht bei der Durchführung
des Programms unterstützt.
Für mehrere Aktionen im Rahmen des Programms werden
thematische Seminare organisiert,um die Suche nach geeigneten
Partnereinrichtungen in anderen teilnehmenden Ländern
zu vereinfachen und Projekte einzuleiten.Einzelheiten
über diese Veranstaltungen sind auf Anfrage bei den
nationalen Agenturen erhältlich. Die Antragsteller werden
schriftlich über die Ergebnisse des Auswahlverfahrens
informiert.
Die Kommission bemüht sich darum sicherzustellen,dass
die Auswahlentscheidungen den Antragstellern spätestens
fünf Monate nach den Fristen für die Einreichung von
Anträgen bekannt gegeben werden.
Bei Projekten, die gemäß dem zweistufigen Verfahren
ausgewählt werden,gilt dies nur für die zweite Stufe
des Auswahlverfahrens (vollständiger Projektvorschlag).
LISTE DER SOKRATES-NATIONALAGENTUREN
http://europa.eu.int/comm/education/socrates/nat-est.html
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