Die
Vorschläge müssen die nachstehenden Anforderungen
erfüllen, andernfalls werden sie nicht berücksichtigt.
- Zur Einreichung der Vorschläge sind die Vordrucke
zu verwenden, die unter der nachstehenden Anschrift
erhältlich sind:
Referat C1 — Verwaltung des Programms
Direktion C — Öffentliche Gesundheit
und
Risikobewertung
Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz
Europäische Kommission
Büro JMO — C5/108
Jean-Monnet-Gebäude
Rue Alcide de Gasperi
L-2920 Luxemburg.
Fax
(3-52)43
01 381 19
http://europa.eu.int/comm/health/index_de.html
AP
Öffentliche Gesundheit: ARBEITSPLAN 2003
Querschnittsthemen:
Gesundheitsverträglichkeitsprüfung, Gesundheit
in den Beitrittsländern, Abbau
von Ungleichheiten im Gesundheitsbereich, Zusammenarbeit
der Mitgliedstaaten bei den Auswirkungen der Patientenmobilität
auf das Gesundheitswesen, Förderung vorbildlicher
Verfahren und der Effektivität, Altern;
Gesundheitsinformation:
Entwicklung und Koordinierung des Gesundheitsinformationssystems,
Betrieb des Gesundheitsüberwachungssystems
,Mechanismen für Berichterstattung über
und Analysen von Gesundheitsfragen und Erstellung
von Gesundheitsberichten, Verbesserung von Datenzugriff
und -übertragung auf EU-Ebene (EU-Gesundheitsportal
und andere Veröffentlichungsplattformen),e-Health;
Gesundheitsgefahren: Überwachung, Frühwarnung
und Reaktion, Gesundheitssicherheit und Katastrophenschutz,
Sicherheit von Blut, Geweben und Organen, Antibiotikaresistenz
,Förderung der Laborvernetzung, Kompetenzaufbau,
seltene Krankheiten; Gesundheitsfaktoren: Adipositas,
Tabak, Umwelt, Alkohol, Drogen, seelische Gesundheit,
Sexualgesundheit, Aus-und Weiterbildung, Gesundheitsförderung
in bestimmten Umfeldern, Verletzungen
Für
2003 gelten folgende Schwerpunkte:
1.Projekte,die
Methoden prospektiver Gesundheitsverträglichkeitsprüfungen
auf Gemeinschaftsebene verfeinern sollen, welche
die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit
aufzeigen. Dabei müsste man sich auf bestimmte
Probleme konzentrieren, wie Ungleichheiten im Gesundheitswesen,
seelische Gesundheit und regionale Fragen;
2.Einleitung
spezifischer Fallstudien über gemeinschaftspolitische
Strategien, Rechtsvorschriften und Maßnahmen;
3.Kartierung
des Einsatzes von Gesundheitsverträglichkeitsprüfungen
in den Mitgliedstaaten
4.Bewertung
der Art und Weise, wie die Gesundheit in andere
Folgenabschätzungsmethoden einbezogen wurde
(beispielsweise Umweltverträglichkeitsprüfungen)und
insbesondere "integrierte " Prüfungsinstrumente.
Diese
Arbeit wird in Verbindung mit anderen Tätigkeiten
durchgeführt,die nachstehend in den Abschnitten
über Gesundheitsinformation und Gesundheitsfaktoren
beschrieben werden.
-
Gesundheit in den Beitrittsländern
In
der Anfangsphase des Programms werden folgende Aktionen
durchgeführt:
1.Entwicklung
von Indikatoren für gesundheitliche Ungleichheiten
und Aufnahme der Berichterstattung über gesundheitliche
Ungleichheiten in das Gesundheitsinformationssystem
auf der Grundlage vorbildlicher Verfahren.
2.Erhebung
von Daten und Ermittlung von Erfahrungen in ganz
Europa hinsichtlich der Vorgehensweisen und Interventionen
bei der Behandlung der weiter gefassten Gesundheitsfaktoren
und gesundheitlichen Ungleichheiten.
3.Ausarbeitung
und Vorlage von Vorschlägen für die
Vernetzung von Behörden oder Gruppen, durch
die der wirksame Austausch zwischen einzelnen Ländern
über die Behandlung von gesundheitlichen Ungleichheiten
sichergestellt werden soll.
-
Alterung und Gesundheit
Im
Rahmen dieser Aktion werden Arbeiten zu wichtigen
Gesundheitsfragen im Zusammenhang mit der Alterung
der europäischen Bevölkerung durchgeführt.
Im ersten Arbeitsbereich werden die vorhandenen
Vorgehensweisen bei der Förderung der Gesundheit
älterer Menschen analysiert, damit dann Strategien
und Maßnahmen zur Verbesserung ihres Gesundheitszustandes
ausgearbeitet werden können.
Eine
zweite Aktion wird darin bestehen, die Auswirkungen
der demografischen Entwicklung auf die Gesundheitssysteme
und die Langzeitpflege zu untersuchen. Diese Arbeiten
sind verknüpft mit der Initiative des Europäischen
Rates zur Zukunft des Gesundheitswesens und der
Altenpflege. Zu den Schwerpunkten zählt die
Qualität des Gesundheitswesens sowie die Langzeitpflege
für die alternde Bevölkerung.
-
Gesundheitsinformation
Mit
Maßnahmen zur Förderung des Informations
– und Wissensstands im Bereich der Gesundheit wird
weiter am Aufbau eines zukunftsfähigen Informationssystems
auf EU-Ebene gearbeitet. Dies umfasst Definition,
Erhebung und Austausch von Daten, den Aufbau auf
vorhandenen oder zu erhebenden Daten und die Berücksichtigung
der Lage sowohl in den Mitgliedstaaten als auch
in den Beitrittsländern. Die Ergebnisse, welche
dieses System liefert, einschließlich der
auf bestimmte Bevölkerungsgruppen oder spezielle
Gesundheitsprobleme abzielenden Berichte und Analysen,
werden verstärkt dazu führen, dass Maßnahmen
auf Gemeinschaftsebene getroffen werden.
-
Entwicklung und Koordinierung des Gesundheitsinformationssystems
Diese
Aktion zielt auf die Strategieentwicklung zur Verbesserung
des Wissens- und Informationsstands im Gesundheitsbereich
und auf die Schaffung der nötigen Koordinierungs-
und Beratungsstrukturen ab, wobei Fragen im Zusammenhang
mit der Erweiterung behandelt und ein Beitrag zum
allgemeinen Planungsprozess im Rahmen der Einführung
des Gesundheitsinformations- und Wissenssystems
geleistet werden soll.
-
Entwicklung von Mechanismen für Berichterstattung
über und Analysen von Gesundheitsfragen sowie
für die Erstellung von Gesundheitsberichten
Die
Aktion besteht darin, größere Projekte
der Gesundheitsberichterstattung unter der Leitung
von Netzen für Gesundheitsinformation und -erkenntnisse
der Aktion 2.2.1 einzuleiten.
Die
Berichte werden Themen der öffentlichen Gesundheit
behandeln, die für weitere Strategieentwicklungen
wichtig sind.
Dabei
werden die folgenden Themen Vorrang erhalten:
1.Gesundheitsfaktoren
und Gesundheitszustand in der EU,
2.Analyse
künftiger Gesundheitsszenarien in der EU
und strategische Optionen (mögliche gemeinsame
Maßnahmen mit der Gemeinsamen Forschungsstelle),
3.wirtschaftliche
und soziale Belastungen durch Alkohol, einschließlich
Fragen zur Werbung für Alkohol und zum Schutz
von Kindern und Jugendlichen,
4.Fragen
im Zusammenhang mit der Reproduktionsgesundheit,
5.Analyse
der volkswirtschaftlichen Belastungen durch
HIV/AIDS,
6.wirtschaftliche
und soziale Belastungen durch Störungen
der seelischen Gesundheit und stress-bedingte
Erkrankungen in der EU,
7.wirtschaftliche
und soziale Belastungen durch Verletzungen
in der EU, einschließlich Selbstverletzungen
und Gewalt, aufbauend auf der Arbeit der WHO. Im
Jahre 2003 werden folgende Aktionen durchgeführt:
1.Nutzervernetzung,Wartung
und Verbesserungen der bestehenden Informationsübertragungs-
und Frühwarnsysteme;
2.Schaffung
der Plattform für das Aktionsprogramm im Bereich
der öffentlichen Gesundheit (Gesundheitsportal)für
den Informationsaus-tausch
und die Abstimmung der IT-Entwicklun- gen
mit dem entsprechenden Projekt für die Produktion
von Inhalten;
3.Verbesserung
des Frühwarn- und Reaktionssys-tems
4.Start
der Reihe europäischer Gesundheitsberichte
und eines europäischen Gesundheitsbulletins
-
e-Health
Ziel
der Aktion ist es,die Entwicklung von e-Health in
der EU zu fördern, wobei auf die Ergebnisse
von Projekten zurückgegriffen wird, die im
Rahmen von EU-Forschungsprogrammen finanziert und
mit den Aktivitäten im Rahmen der Programme
e Europe 2002,e Europe 2005 und e Europe+ koordiniert
wurden. Die früheren Forschungsprojekte deckten
die Entwicklung von Instrumenten der Informationstechnologie
und Anwendungen für die Bereitstellung von
Informationen an Patienten und Bürger sowie
die Zusammenstellung gesundheitsrelevanter Daten
ab. Die gegenwärtige Aktion wird in enger Zusammenarbeit
mit Aktionen im Rahmen des e-Health-Kapitels des
Programms e Europe 2005 durchgeführt. Insbesondere
die Einführung der Gesundheitsinformationsnetze
bezieht sich auf die Entwicklung des Gesundheitsinformations-
und Wissenssystems des Aktionsprogramms im Bereich
der öffentlichen Gesundheit. Dabei wird es
hauptsächlich darum gehen, die Tätigkeiten
verschiedener Akteure im Bereich der Gesundheitstelematik
auf europäischer Ebene zu koordinieren, und
zwar in Verbindung mit der Arbeit der GD Informationsgesellschaft.
-
Gesundheitsgefahren
Die
meisten der in diesem Abschnitt genannten Maßnahmen
zielen darauf ab, geltende oder demnächst geltende
Vorschriften
über übertragbare Krankheiten, Blut, Gewebe
und Organe durchzuführen. Vorschriften über
das gemeinschaftliche Netz für die Überwachung
übertragbarer Krankheiten sind bereits in Kraft.
-
Überwachung
Das
Ziel besteht darin, den Aufbau des gemeinschaftlichen
Netzes für die epidemiologische Überwachung
und die Kontrolle übertragbarer Krankheiten
weiter voranzutreiben. Dies bedeutet die Fortsetzung
und Verstärkung der bestehenden krankheits-spezifischen
Überwachung sowie die Aufnahme der Überwachungstätigkeit
und den Aufbau von Netzen für Krankheiten und
noch nicht abgedeckte Gesundheitsfragen, gemäß
den vom Netzausschuss festgelegten Prioritäten.
Vorrang
erhalten folgende Maßnahmen:
1.laufende
Überwachungsprojekte, die bereits auf europäischer
Ebene als krankheitsspezifische Netze
dienen; diese sollen weiter in das Gemein-schaftsnetz
integriert werden;
2.je
nach Bedarf Evaluierung, Verstärkung und Änderung
dieser Netze, um ihre Qualität zu verbessern;
3.Erweiterung
des Anwendungsbereichs (auf mehr Krankheiten/Krankheitserreger)und
des geografischen Geltungsbereichs (auf Beitrittsländer)
des Netzes sowie Verbesserung der Vergleichbarkeit
der Daten;
4.Maßnahmen
zur Verbesserung des Schutzes vor Pandemien (insbesondere
Grippe);
5.Informationsaustausch
über Impf- und Immuni-sierungsstrategien.
-
Frühwarnung und Reaktion
Diese
Aktion zielt darauf ab, Instrumente zur Verstärkung
der Alarm- und Reaktionsmechanismen auf Gesundheitsgefahren
zu entwickeln und zu verbessern. Dies gilt insbesondere
für das Frühwarn- und Reaktionssystem
des gemeinschaftlichen Netzes für die epidemiologische
Überwachung und die Kontrolle übertragbarer
Krankheiten. Außerdem soll die Netzarbeit
und die Zusammenarbeit hinsichtlich des Austauschs
von Warnmeldungen und Reaktionen durch die Einbeziehung
anderer, auf nationaler, gemeinschaftlicher oder
internationaler Ebene, einschließlich der
Beitrittsländer, bestehender Schnell- und Frühwarnnetze
verstärkt werden. Daher sind folgende Maßnahmen
vorrangig:
1.Maßnahmen,welche
die Verbesserung der europäischen Reaktionsfähigkeit
durch gemeinsame Interventionsteams, abgestimmte
Protokolle, Verfahren und Ausrüstung unterstützt,
die bei Ausbrüchen übertragbarer Krankheiten
oder in Katastrophenfällen genutzt werden;
2.die
weitere Verbesserung des Informatiksystems für
das Frühwarn-und Reaktionssystem und die Entwicklung
von Verbindungen zu anderen geeigneten Schnellwarn-/Frühwarnsystemen
auf nationaler,gemeinschaftlicher und internationaler
Ebene.
-
Tätigkeiten im Zusammenhang mit Gesundheitssicherheit
und Katastrophenschutz
Diese
Aktion zielt darauf ab, Methoden und Strategien
zu entwickeln mit deren Hilfe die Mitgliedstaaten
und die Beitrittsländer sowie die Gemeinschaft
insgesamt auf mögliche Gefährdungen durch
absichtliche Freisetzung biologischer oder chemischer
Stoffe vorbereitet werden sollen. Zur Verbesserung
des Katastrophenschutzes wird die Zusammenarbeit
im Bereich der erforderlichen Ressourcen, medizinischer
Hilfsgüter, logistischer Unterstützung
und anderer Prozesse gefördert.
-
Sicherheit von Blut,Geweben und Organen
1.Unterstützung
von Austauschprogrammen/Vernetzung von Spezialisten
und/oder Einrichtungen im Blutsektor mit besonderem
Schwergewicht auf den Beitrittsländern,
2.Maßnahmen
im Zusammenhang mit der Selbstversorgung der Gemeinschaft,
3.Ermittlung
vorbildlicher Verfahren beim Blut- spenden
und bei der Verwendung von Blut und
Blutprodukten,
4.Schulungsprogramme
im Blutsektor.
5.Ermittlung
von Faktoren,die Qualität und Sicherheit
beeinflussen,
6.Schulungsprogramme
im Bereich der Gewebe und
Zellen,
7.Ermittlung
vorbildlicher Verfahren und von Verfahren zum Austausch
von Informationen bei der
Überwachung der Spende-Transplantations-prozesse.
8.Ermittlung
von Faktoren,welche die Qualität und
Sicherheit von Organen beeinflussen,die transplantiert
werden;
9.Überwachung
der Spende-und Transplantationsverfahren;
10.Entwicklung
von Vernetzungsmöglichkeiten, um
einen wirksamen Informationsaustausch zwischen
den einzelnen Ländern sicherzustellen.
-
Antibiotikaresistenz
1.Verstärkung
und Koordinierung von Überwachungstätigkeiten,wobei
so weit wie möglich einheitliche
Methoden und Falldefinitionen vorgeschlagen
werden;
2.Ausarbeitung
von Grundsätzen und Leitlinien für vorbildliche
Verfahren beim umsichtigen Einsatz antimikrobieller
Mittel in der Humanmedizin zusammen mit den Mitgliedstaaten
und den Beitrittsländern;
3.Unterstützung
des Informationsaustauschs und Koordinierung
von an die Bevölkerung und an
Krankenhäuser
gerichteten Schulungs- und Interventionsprogrammen
zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenz;
- Entwicklung von Handlungskompetenzen
Diese
Aktion zielt darauf ab, die Ausbildung im Bereich
der Gesundheitsgefahren durch Unterweisung, gemeinsame
Methoden und Möglichkeiten zur praktischen
Erfahrung in epidemiologischen Untersuchungen zu
intensivieren und die Ausbildung im Bereich der
Laborkapazität zu verstärken. Außerdem
soll die Reaktionsfähigkeit auf nationaler
und gemeinschaftlicher Ebene entwickelt werden,
indem ein europäisches Netz von Epidemiologen
einzelstaatlicher öffentlicher Gesundheitswesen
unter Einbeziehung der Beitrittsländer aufgebaut
wird..
-
Gesundheitsfaktoren
Die
Berücksichtigung der wichtigsten Gesundheitsfaktoren
eröffnet große Möglichkeiten für
Prävention und Gesundheitsförderung bei
der Allgemeinbevölkerung. Die Gesundheitsfaktoren
können unterteilt werden in: persönliches
Verhalten und Lebensweise, Einflüsse innerhalb
von Gemeinschaften, die Gesundheit erhalten oder
schädigen ,Lebens -und Arbeitsbedingungen sowie
Zugang zu Leistungen des Gesundheitswesens, allgemeine
sozioökonomische, kulturelle und die Umwelt
betreffende Bedingungen. Damit die Arbeit an den
Gesundheitsfaktoren wirkungsvoll sein kann, bedarf
es einer Reihe verschiedener Ansätze. Bei bestimmten
Gesundheitsfaktoren hat sich ein umfeldbezogener
Ansatz als besonders wirksam erwiesen.
-
Tabak
Vorbeugende
Bekämpfung des Tabakkonsums und Aufgabe des
Rauchens. Anregung und Unterstützung von Aktionsnetzen,
in die Spezialisten nationaler Stellen einbezogen
sind und in denen Informationen über Maßnahmen
zur Vorbeugung und Bekämpfung des Tabakkonsums
gesammelt, zur Verfügung gestellt und ausgetauscht
werden sollen:
1.Förderung
von Strategien, die insbesondere die Aufgabe
des Rauchens und die gesundheitliche Aufklärung
(Informationen für Nichtraucher) zum
Ziel haben;
2.Förderung
von Strategien, die auf den Schutz der
Bevölkerung vor den Gefahren des Passiv- Rauchens
abzielen;
3.Förderung
von Strategien, die darauf abzielen, dass
das Rauchen nicht mehr als "normal "an-
gesehen
wird; dazu zählen Strategien und Maßnahmen
zur Reduzierung der Verbreitung des Rauchens,
wie zum Beispiel verstärkte gesundheitliche
Aufklärung und Aufstellung von Programmen,
die vom Konsum von Tabakprodukten abschrecken sollen;
Bewertung
legislativer Maßnahmen zur Tabakbekämpfung
sowie von Maßnahmen, die in anderen Politikbereichen
auf die Tabakbekämpfung abzielen, und Verbreitung
der im Bewertungsverfahren gewonnenen Erkenntnisse.
Zusätzlich
zu den oben genannten Maßnahmen zur Vorbeugung
bzw. Aufgabe des Rauchens zählt ein umfassendes
Rechtsetzungsprogramm zur Gesamtstrategie der Kommission,
mit der dem Rauchen als wichtigem Gesundheitsfaktor
begegnet werden soll.
-
Aufbau eines Netzes von Fachorganisationen
zwecks
Unterstützung der Umsetzung der Empfehlung
des Rates zum Alkoholkonsum von jungen Menschen
und zwecks Beitrag zur Weiterentwicklung einer Gemeinschaftsstrategie
zur Minderung der schädlichen Wirkungen des
Alkohols. Aufnahme der Vorbereitungen für eine
Konferenz über Alkohol, Gesundheit und Gesellschaft,
die für 2005 vorgesehen ist.
Förderung
der Einbeziehung junger Menschen in die
Ausarbeitung von Maßnahmen zur Bekämpfung
des Alkoholkonsums —einer Priorität der Empfehlung
des Rats über Alkohol und junge Menschen
-
Drogen
Hier
soll ein ausgewogenes Konzept verfolgt werden,bei
dem die Bedeutung der Primärprävention
einerseits und die Strategien zur Risikosenkung
andererseits berücksichtigt werden. Zu diesen
Projekten gehören auch Netzarbeit nationaler
Drogeninformations- und Präventionsstellen.
Die
gesundheitliche Problematik des Missbrauchs, legaler
Arzneimittel in Verbindung mit der Verschreibungspraxis
ist ein facettenreiches und wichtiges Thema. In
diesem Bereich werden Vorbereitungsarbeiten unternommen,
die eine Bestandsaufnahme entsprechender vorliegender
Studien umfassen.
-
Seelische Gesundheit
Entwicklung
von Strategien zur Umsetzung von Interventionen,
die auf die Förderung der see lischen
Gesundheit und die Prävention von Depression,
Suizid und damit zusammenhängenden Störungen
abzielen, in den entsprechenden Umfeldern aufbauend
auf der Überprüfung der vorhandenen vorbildlichen
Verfahren.
-
Sexual- und Reproduktionsgesundheit
Berücksichtigung
von Informationen, die im Rahmen des Gesundheitsberichterstattungs-
systems bereitgestellt werden. Entwicklung von Strategien
zur Gesundheitsförderung und von vorbildlichen
Verfahren zum Umgang mit Schwangerschaften im Teenager-Alter,
Familienplanung und Prävention sexuell übertragbarer
Krankheiten, wie z.B. HIV/AIDS, einschließlich
der Prüfung von Konzepten in der Schule und
bei spezifischen Zielgruppen bei gleichzeitiger
Förderung der Gleichstellung von Frauen und
Männern und unter uneingeschränkter Berücksichtigung
kultureller Unterschiede.
-
Umwelt
1.Aufbau
eines Sachverständigennetzes für die Überprüfung
und Analyse der wissenschaftlichen
Erkenntnisse und zur Bereitstellung wissenschaftlicher
Unterstützung für die Weiterentwicklung
der Gesundheits-und Umweltpolitik sowie
des Risikomanagements, insbesondere mit
Blick auf Kinder und krankheitsanfällige Bevölkerungsgruppen.
Dieses Netz wird von den Maßnahmen
profitieren, die die im Rahmen des Systems
zur Gesundheitsüberwachung eingesetzte Arbeitsgruppe
-
Gesundheitsförderung in bestimmten Umfeldern
und am Arbeitsplatz
1.Gesundheitsförderung
in Schulen durch das "Europäische Netz
gesundheitsfördernder Schulen " in Zusammenarbeit
mit den Mitgliedstaaten, dem Europarat und der WHO.Besonderes
Gewicht wird dabei auf die Erweiterung des Netzumfangs
und auf die Entwicklung vorbildlicher Verfahren
in konkreten Bereichen gelegt.
-
Weiterbildung in Public Health
Förderung
der Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen
hinsichtlich Aus- bzw. Weiterbildungsinhalten und
Unterstützung der Entwicklung gemeinsamer europäischer
Weiterbildungsangebote wie die europäischen
Master-Programme in Public Health und das Europäische
Programm zur Ausbildung von Epidemiologen für
die praktische Arbeit vor Ort (EPIET) aufgebaut
wird.
-
Verletzungen und Senkung des Verletzungsrisikos
Das
Gesundheitsinformationssystem wird im Bereich
der Unfälle und Verletzungen, einschließlich
Selbstverletzungen und Gewalt, bessere Informationen
darüber liefern, inwiefern diese mit speziellen
Umfeldern, Umständen und Produkten zusammenhängen.
Diese Informationen werden für Überlegungen
zu geeigneten politischen Initiativen, der Beschreibung
von Normen, der Verbreitung vorbildlicher Verfahren
sowie zu Ausbildungsprogrammen im Bereich der Prävention
herangezogen.