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Babelfish
 
Referenz
L03
zuletzt bearbeitet am
22.03.2004
Programm Titel
Transfer von im Rahmen des Programms
LEONARDO DA VINCI
entwickelten innovativen Ansätzen

(EAC/12/04)
Amtsblatt/Haushaltslinie
C70/2004, p.07
Generaldirektion
Bildung und Kultur
Ziele
Hintergrund
Im Beschluss des Rates über die Durchführung der zweiten Phase des Programms LEONARDO DA VINCI (LdV) heißt es, dass die Kommission bestrebt ist, „in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten die Kohärenz und Komplementarität zwischen den Maßnahmen dieses Programms und den anderen einschlägigen Politiken, Instrumenten und Maßnahmen der Gemeinschaft […] dadurch sicherzustellen, dass sie eine breiter angelegte Weitergabe und Verbreitung von im Rahmen dieses Programms entwickelten innovativen Ansätzen und Methoden erleichtert“. Gemäß dem Beschluss „ergreift die Kommission […] Maßnahmen, um auf den Ergebnissen der ersten Phase dieses Programms und den Gemeinschaftsinitiativen im Bereich Berufsbildung aufzubauen“ (Artikel 5 Absatz 3).1
Ziel und Definition
Mit den Projekten für den Innovationstransfer wird die Lokalisierung (Übersetzung und kulturelle Anpassung) der innovativen Inhalte des LdV-Programms und die Integration der Ergebnisse angestrebt. Durch ein Projekt für Innovationstransfer sollen die Ergebnisse und Lehren der besten LdV-Projekte in die öffentlichen oder privaten Berufsbildungssysteme (auf lokaler, regionaler, nationaler und/oder Gemeinschaftsebene) sowie in die Unternehmen integriert werden. Das Verfahren für den Transfer innovativer Ausbildungsinhalte besteht aus folgenden Etappen, die über die reine Verbreitung hinausgehen:
- Identifizierung und Analyse der Bedürfnisse der spezifischen Benutzer;
- Auswahl und Analyse des innovativen Inhalts um auf diese Bedürfnisse und Analyse seines Übertragungspotentials einzugehen Anpassung an die kulturelle Situation sowie an die Bedürfnisse und Anforderungen des potenziellen Nutzers (Aktualisierung des Produkts, Übersetzungen);
- Übertragung in (ein) neue(s) soziokulturelle(s) und sprachliche(s) Umfeld(er)
(Zielgruppen, Bereiche usw.);
- Anwendung in neuen Bereichen, mit neuen Zielgruppen einschließlich seiner Erprobung in öffentlichen oder privaten Bildungsstrukturen;
- Integration (siehe Zertifizierung) in die Systeme und Verfahren der Berufsbildung auf regionaler, nationaler, europäischer und/oder sektorieller Ebene.
Die Akteure eines Projekts für den Innovationstransfer sind:
A. Der Projektentwickler (Exporteur) des zu transferierenden Ausbildungsprodukts
(bzw. die Partner, die daran die Urheberrechte besitzen), der es zur Verfügung stellt;
B. der Nutzer des Transfers (Importeur), insbesondere Unternehmen und einzelne oder mehrere private oder öffentliche Einrichtungen, der die Produkte in ihre Ausbildungsverfahren integrieren;
C. gegebenenfalls kann eine Transfermaßnahme die Unterstützung durch eine Instanz erforderlich machen, die zwischen das Ausbildungsangebot (A) und die Ausbildungsnachfrage (B) geschaltet ist und die Übertragung des Produkts auf europäischer Ebene (beispielsweise durch europäische Netze) gewährleistet.
Diese Akteure müssen in dem Projekt für den Innovationstransfer eindeutig benannt werden und in koordinierter Form an der Durchführung der Projektmaßnahmen eng beteiligt sein.
Eine Priorität wird den Vorschlägen eingeräumt, die durch Importorganisationen und/oder Strukturen vorgelegt wurden, die deutlich beweisen werden, daß sie sich auf die Übertragung der innovativen Produkte konzentrieren, um spezifischen Bedürfnissen von Benutzern zu entsprechen.
Auftragsgegenstand
Gegenstand dieser Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen ist der Transfer (in und durch unterschiedliche(n) Einrichtungen: private und öffentliche Ausbildungszentren, Unternehmen, Schulen usw.) von innovativen Inhalten, die im Rahmen des Programms LEONARDO DA VINCI I und II entwickelt wurden.
Der Bieter muss ein oder mehrere aus den Programmen LdV I und II
hervorgegangene Endprodukte auswählen. Er muss sie analysieren, anpassen und
testen/anwenden und sie auf die beruflichen Ausbildungsverfahren einer oder mehrerer
öffentlicher oder privater Einrichtungen in mindestens einem anderen europäischen
Land übertragen und in diese Verfahren integrieren.

Berichte
Zwischenbericht:

Ein kurzer Bericht über den Fortgang der Arbeiten ist der Kommission sechs Monate nach Unterzeichnung des Vertrages vorzulegen.
Abschlussbericht: Der Bieter zieht in einem zusammenfassenden Bericht eine Bilanz des Projekts und geht dabei insbesondere auf folgende Aspekte ein:
- erster Teil: Darlegung des Projektverlaufs und der einzelnen Phasen der angewandten
Methode; Analyse der bei der Durchführung angetroffenen Hindernisse und Schwierigkeiten; Analyse der Ergebnisse, der möglichen Auswirkung und der Entwicklungskapazitäten. Angabe der Faktoren, durch die der Innovationstransfer erleichtert wurde;
- zweiter Teil: Lehren, die in Bezug auf folgende Punkte zu ziehen sind: Arten von Einrichtungen, die über die Kapazität für die Erprobung, für Tests und für die Nutzung der Ergebnisse der Projekte des Programms LEONARDO DA VINCI verfügen;
geeignetste Methoden für Erprobung, Tests und Nutzung; Merkmale, die die transnationalen Berufsbildungsprojekte besitzen oder besitzen sollten, damit sie auf regionaler, nationaler, Gemeinschafts- oder sektorieller Ebene auf die Systeme und Verfahren der beruflichen Bildung übertragen werden können; Aussichten für die mittel- und langfristige Nutzung und Integration in die Systeme.
Zielgruppe
Die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen richtet sich an:
a) Einrichtungen und Zentren der beruflichen Bildung auf allen Ebenen, einschließlich Hochschulen;
b) Forschungszentren und -einrichtungen;
c) Unternehmen, insbesondere KMU und Handwerksbetriebe; private oder öffentliche Einrichtungen einschließlich derjenigen, die im Ausbildungsbereich tätig sind;
d) Berufsverbände, einschließlich Handelskammern usw.;
e) Sozialpartner;
f) Lokale und regionale Gebietskörperschaften und organisationen;
g) Vereinigungen ohne Erwerbscharakter, gemeinnützige Einrichtungen und NRO mit Sitz in einem der europäischen Länder, die am Programm LEONARDO DA VINCI teilnehmen.
Fördergebiet
Die 15 EU-Mitgliedstaaten, die EFTA/EWR-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen), Zypern, Malta und die assoziierten Länder Mittel- und Osteuropas (MOEL): Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn.
Finanzierung

Höchstens 50 % der zuschussfähigen Ausgaben mit einem Höchstbetrag von 150 000 EUR je Projekt. Verfügbares Gesamtbudget für diesen Aufruf: ca. 1 500 000 EUR.
Mit der Finanzhilfe der Kommission darf der Empfänger keinen Gewinn anstreben oder erzielen.
Die Ausgaben und Einnahmen im Finanzierungsplan des Projekts müssen ausgeglichen sein. Der Bieter muss alle sonstigen Quellen und Beträge der Finanzierungen angeben, die er in dem betreffenden Rechnungsjahr für dieselbe Maßnahme erhält bzw. beantragt. Er darf je Aktion und Rechnungsjahr nur einen einzigen Zuschuss der Kommission erhalten.

Projektdauer
Dauer der Projekte: höchstens 12 Monate
Beginn der Arbeiten: 1. September 2004 (Unterzeichnung der Verträge: August
2004)
Abschluss des Vergabeverfahrens : 31. August 2004
Anzahl der finanzierten Projekte: 10-12
Deadline
der 01.06.2004 (es gilt das Datum des Poststempels).
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