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Referenz
E36
zuletzt bearbeitet am
Programm Titel
EQUAL (GI)
EQUAL heißt die von der Europäischen Kommission geplante neue Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Sozialfonds; sie soll sich im Förderzeitraum 2000 – 2006 der Bekämpfung von Diskriminierungen und Ungleichheiten jeglicher Art bezüglich des Arbeitsmarktes annehmen.
Amtsblatt/Haushaltslinie
Generaldirektion
Arbeit und Soziales
Ziele

Programmziele:
EQUAL wird auf den Erfahrungen der laufenden ESF-Gemeinschaftsinitiativen ADAPT und BESCHÄFTIGUNG aufbauen. Dabei geht es einerseits um den Abbau von Zugangshemmnissen zum (ersten) Arbeitsmarkt für alle Gruppen, die hiervon betroffen sind; auf ausdrücklichen Wunsch der Regierungschefs der EU werden auch Asylbewerber zu den Zielgruppen des Programms gehören. Andererseits ist es ebenfalls Ziel von EQUAL, die Qualifikation der Arbeitnehmer den sich ständig und immer schneller verändernden Anforderungen des Arbeitslebens in der entstehenden Informationsgesellschaft anzupassen.
EQUAL trägt in besonderer Weise dazu bei, die vier Pfeiler der Europäischen Beschäftigungsstrategie (Beschäftigungsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Förderung des Unternehmergeistes, Förderung der Chancengleichheit) umzusetzen.

Förderfähige Bereiche:
Förderfähig werden zunächst "transnationale integrierte Projekte" sein (Förderbereich A). Diese sollen in einem weiteren Schritt auf nationaler Ebene vernetzt werden, um den Transfer und die Ergebnisverbreitung zu unterstützen (Förderbereich B). Schließlich beabsichtigt die Kommission, in einem Förderbereich C auf europäischer Ebene die Entwicklung neuer Handlungsstrategien für die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik voranzutreiben – ein Prozeß, der in den laufenden Programmen erstmals durch die Einrichtung der europäischen "Focus Groups" in Gang gesetzt wurde.

Inhalt
Konkrete Inhalte von EQUAL stehen noch nicht fest. Kommission und Mitgliedstaaten werden gemeinsam einen Katalog von Themen erstellen, aus dem die Mitgliedstaaten dann ihre Prioritäten auswählen können.

Programmphasen:
Eine Besonderheit im Verfahren ist, daß es bei EQUAL eine bis zu neunmonatige Vorbereitungsphase geben wird, in der – bereits mit Fördermitteln des ESF – Arbeitsmarktpartnerschaften gebildet und transnationale Partner ausgewählt werden können. In der anschließenden Umsetzungsphase (18 Monate bis maximal fünf Jahre) sollen die eigentlichen Projekte durchgeführt werden. Den Schluß bildet die Verbreitungsphase, die dem Ergebnistransfer gewidmet ist.

Regionale Partnerschaften :
Ziel der Kommission ist es, den Mitteleinsatz zu konzentrieren und effizienter zu machen. Weniger Projekte sollen größere Wirkung entfalten. Hierzu ist beabsichtigt, regionale Partnerschaften aufzubauen, die eine Vielzahl sogenannter "relevanter Akteure" einschließen, die mit dem Arbeitsmarktgeschehen in irgendeiner Form verbunden sind. Das umfaßt neben den bislang involvierten Weiterbildungs- und Beratungseinrichtungen und sozialen Trägern sowie Unternehmen insbesondere Kommunen und Gebietskörperschaften, Hochschulen, Sozialpartner, Arbeitsverwaltung, Wirtschaftsförderung, Verbände, Kammern und Nicht-Regierungsorganisationen.

Regionale Lösungsansätze:
Regionale Besonderheiten sollen Ausgangspunkt entsprechender Lösungsansätze für Arbeitsmarktprobleme sein. "Region" in diesem Sinne könnte ein ganzes (kleineres) Bundesland, ein Regierungsbezirk, ein Kreis, unter Umständen aber auch "nur" ein Großstadtviertel sein. Es sind aber auch branchenbezogene Ansätze denkbar, die beispielsweise ein bundesweites Netzwerk für eine vom Strukturwandel betroffene Branche umfassen könnten.

Chance und Risiko:
Die Vielfalt unterschiedlich geprägter Problemstellungen kann nicht mit den gleichen Instrumenten erfolgreich angegangen werden. Es gilt daher im Grunde schon jetzt, Mitstreiter zu suchen, die am Aufbau regionaler Netzwerke interessiert sind. Die Chance, eine regionale oder lokale arbeitsmarktpolitische Strategie und Vision zu entwerfen, diese gemeinsam mit Leben zu erfüllen und in ihrem Rahmen maßgeschneiderte Projekte zu entwickeln, hat ihren Reiz; sie birgt aber auch Nachteile in sich, weil die Koordination eines so großen Netzwerkes wiederum aufwendige Verwaltungsstrukturen notwendig macht.

Zeitplan:
Der Zeitplan für die Umsetzung von EQUAL ist noch unklar. Nach momentanem Kenntnisstand ist im günstigsten Falle damit zu rechnen, daß Mitte des Jahres 2000 eine Ausschreibung erfolgen kann. Jeder kann sich selbst ausrechnen, wann dann eine erste Mittelzuteilung zum Zwecke des Netzwerkaufbaus möglich wäre. Dennoch: Angesichts des notwendigen langen Zeitraumes, den man benötigt, um ein funktionales, von gegenseitigem Vertrauen und aktiver Partizipation geprägtes Netzwerk aufzubauen, ist es zu empfehlen, schon jetzt mit den Vorbereitungsarbeiten zu beginnen. Regionen, die bis zur Ausschreibung warten und erst dann mit der gedanklichen Vorarbeit beginnen, werden nur geringe Chancen haben, sich an EQUAL zu beteiligen. Sobald Näheres über EQUAL bekannt wird, wird EUROCIRCLE darüber informieren.

Info-Flash: EQUAL Ende März 2001: Aufruf zur Interessenbekundung

vorgesehene Deadlines:
- 16.05.2002: Beginn der Aktion 2

Finanzierung:
Die Gesamtkosten, also inkl. der Kofinanzierung, einer Entwicklungspartnerschaft (sowohl sektoral als auch geographisch) können 3, maximal 5 Mio. Euro für den gesamten Förderzeitraum der Entwicklungspartnerschaft bezogen auf alle Aktionen betragen.

Kontakt:
Europäische Kommission
Generaldirektion "Arbeit und Soziales"
M. A. Larsson
Rue de la Loi 200 B - 1049 Bruxelles .
http://www.equal-france.com
http://europa.eu.int/comm/dgs/employment_social/index_de.htm
http://europa.eu.int/comm/employment_social/fundamri/prog/calls_de.htm

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