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Programmziele:
EQUAL wird auf den Erfahrungen der laufenden ESF-Gemeinschaftsinitiativen
ADAPT und BESCHÄFTIGUNG aufbauen. Dabei geht
es einerseits um den Abbau von Zugangshemmnissen zum
(ersten) Arbeitsmarkt für alle Gruppen, die hiervon
betroffen sind; auf ausdrücklichen Wunsch der
Regierungschefs der EU werden auch Asylbewerber zu
den Zielgruppen des Programms gehören. Andererseits
ist es ebenfalls Ziel von EQUAL, die Qualifikation
der Arbeitnehmer den sich ständig und immer schneller
verändernden Anforderungen des Arbeitslebens
in der entstehenden Informationsgesellschaft anzupassen.
EQUAL trägt in besonderer Weise dazu bei, die
vier Pfeiler der Europäischen Beschäftigungsstrategie
(Beschäftigungsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit,
Förderung des Unternehmergeistes, Förderung
der Chancengleichheit) umzusetzen.
Förderfähige
Bereiche:
Förderfähig werden zunächst "transnationale
integrierte Projekte" sein (Förderbereich
A). Diese sollen in einem weiteren Schritt auf
nationaler Ebene vernetzt werden, um den Transfer
und die Ergebnisverbreitung zu unterstützen (Förderbereich
B). Schließlich beabsichtigt die Kommission,
in einem Förderbereich C auf europäischer
Ebene die Entwicklung neuer Handlungsstrategien für
die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik voranzutreiben
ein Prozeß, der in den laufenden Programmen
erstmals durch die Einrichtung der europäischen
"Focus Groups" in Gang gesetzt wurde.
Inhalt
Konkrete Inhalte von EQUAL stehen noch nicht fest.
Kommission und Mitgliedstaaten werden gemeinsam einen
Katalog von Themen erstellen, aus dem die Mitgliedstaaten
dann ihre Prioritäten auswählen können.
Programmphasen:
Eine Besonderheit im Verfahren ist, daß
es bei EQUAL eine bis zu neunmonatige Vorbereitungsphase
geben wird, in der bereits mit Fördermitteln
des ESF Arbeitsmarktpartnerschaften gebildet
und transnationale Partner ausgewählt werden
können. In der anschließenden Umsetzungsphase
(18 Monate bis maximal fünf Jahre) sollen die
eigentlichen Projekte durchgeführt werden. Den
Schluß bildet die Verbreitungsphase, die dem
Ergebnistransfer gewidmet ist.
Regionale
Partnerschaften :
Ziel der Kommission ist es, den Mitteleinsatz
zu konzentrieren und effizienter zu machen. Weniger
Projekte sollen größere Wirkung entfalten.
Hierzu ist beabsichtigt, regionale Partnerschaften
aufzubauen, die eine Vielzahl sogenannter "relevanter
Akteure" einschließen, die mit dem Arbeitsmarktgeschehen
in irgendeiner Form verbunden sind. Das umfaßt
neben den bislang involvierten Weiterbildungs- und
Beratungseinrichtungen und sozialen Trägern sowie
Unternehmen insbesondere Kommunen und Gebietskörperschaften,
Hochschulen, Sozialpartner, Arbeitsverwaltung, Wirtschaftsförderung,
Verbände, Kammern und Nicht-Regierungsorganisationen.
Regionale
Lösungsansätze:
Regionale Besonderheiten sollen Ausgangspunkt
entsprechender Lösungsansätze für Arbeitsmarktprobleme
sein. "Region" in diesem Sinne könnte ein ganzes
(kleineres) Bundesland, ein Regierungsbezirk, ein
Kreis, unter Umständen aber auch "nur" ein Großstadtviertel
sein. Es sind aber auch branchenbezogene Ansätze
denkbar, die beispielsweise ein bundesweites Netzwerk
für eine vom Strukturwandel betroffene Branche
umfassen könnten.
Chance
und Risiko:
Die Vielfalt unterschiedlich geprägter Problemstellungen
kann nicht mit den gleichen Instrumenten erfolgreich
angegangen werden. Es gilt daher im Grunde schon jetzt,
Mitstreiter zu suchen, die am Aufbau regionaler Netzwerke
interessiert sind. Die Chance, eine regionale oder
lokale arbeitsmarktpolitische Strategie und Vision
zu entwerfen, diese gemeinsam mit Leben zu erfüllen
und in ihrem Rahmen maßgeschneiderte Projekte
zu entwickeln, hat ihren Reiz; sie birgt aber auch
Nachteile in sich, weil die Koordination eines so
großen Netzwerkes wiederum aufwendige Verwaltungsstrukturen
notwendig macht.
Zeitplan:
Der Zeitplan für die Umsetzung von EQUAL
ist noch unklar. Nach momentanem Kenntnisstand ist
im günstigsten Falle damit zu rechnen, daß
Mitte des Jahres 2000 eine Ausschreibung erfolgen
kann. Jeder kann sich selbst ausrechnen, wann dann
eine erste Mittelzuteilung zum Zwecke des Netzwerkaufbaus
möglich wäre. Dennoch: Angesichts des notwendigen
langen Zeitraumes, den man benötigt, um ein funktionales,
von gegenseitigem Vertrauen und aktiver Partizipation
geprägtes Netzwerk aufzubauen, ist es zu empfehlen,
schon jetzt mit den Vorbereitungsarbeiten zu beginnen.
Regionen, die bis zur Ausschreibung warten und erst
dann mit der gedanklichen Vorarbeit beginnen, werden
nur geringe Chancen haben, sich an EQUAL zu beteiligen.
Sobald Näheres über EQUAL bekannt wird,
wird EUROCIRCLE darüber informieren.
Info-Flash:
EQUAL Ende März 2001: Aufruf zur Interessenbekundung
vorgesehene Deadlines:
- 16.05.2002: Beginn der Aktion 2
Finanzierung:
Die Gesamtkosten, also inkl. der Kofinanzierung,
einer Entwicklungspartnerschaft (sowohl sektoral als
auch geographisch) können 3, maximal 5 Mio. Euro
für den gesamten Förderzeitraum der Entwicklungspartnerschaft
bezogen auf alle Aktionen betragen.
Kontakt:
Europäische Kommission
Generaldirektion "Arbeit und Soziales"
M. A. Larsson
Rue de la Loi 200 B - 1049 Bruxelles .
http://www.equal-france.com
http://europa.eu.int/comm/dgs/employment_social/index_de.htm
http://europa.eu.int/comm/employment_social/fundamri/prog/calls_de.htm
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